Das Darknet als Commonplace des Internet 3.0?

Das Darknet als Commonplace des Internet 3.0?

Zugegeben: Wenn man Darknet hört, denkt man ohne zu zögern an eine digitale Unterwelt, einen Dreh- und Angelpunkt für illegale Geschäfte, einen virtuellen Schwarzmarkt für Drogen und Waffen.

Im Grunde genommen ist das Darknet jedoch lediglich ein verschlüsseltes Netz. Und wie manch einer zu behaupten pflegt, ist es sogar der Idealfall des Internets. In den Massenmedien kämpft das dunkle Netz jedoch mit einem negativ behafteten Ruf – zu oft wird es mit Bildern von weißem Pulver und Pistolen in Verbindung gebracht.

“Ich glaube, die Menschen beginnen immer mehr zu verstehen, dass es bei der Privatsphäre nicht darum geht, Verbrechen zu verstecken, sondern es geht um ein sehr grundlegendes Menschenrecht”, erklärt uns Jaya Klara Brekke, Chief Technique Officer bei Nym.

Das Schweizer Krypto-Projekt beschreibt sich als “Rückgrat der Privatsphäre des Internets”. Dabei ist Nym ein sogenanntes Mixnet: Entwickler:innen können Nym als grundlegende Privatsphäre-Infrastruktur für ihre eigenen Anwendungen nutzen. Dabei werden Datenpakete durch den Nym-Mixer geschickt, sodass die Daten der Nutzer:innen verschlüsselt sind.

Die Pandemie und die damit einhergehende verstärkte Nutzung der digitalen Welt habe so manch einem in Sachen Datenschutz im Netz die Augen geöffnet, meint Brekke: “Ich denke, wir werden sehen, wie die Dinge in diesem Bereich wirklich in Schwung kommen, und eigentlich die Massenadoption von Privatsphäre Technologien.”

Nym hat sich dabei zum Ziel gesetzt, dem Überwachungskapitalismus des Internets ein Ende zu setzen. Zu sehr würde sich die Datenwirtschaft von Ausspähung ernähren, meint Brekke: “Es gibt Unternehmen, die die Daten von Menschen ohne deren Zustimmung abgreifen. In diesem Sinne ist es meiner Meinung nach eine völlig illegitime Wirtschaft.”

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Nym und Tor: Was ist der Unterschied?

Der Tor Browser ist sicherlich eine der bekanntesten Anwendungen, wenn es darum geht, in der digitalen Welt anonym unterwegs zu sein. Vertreten Nym und Tor ähnliche Philosophien, unterscheiden sich die Projekte doch insbesondere auf der technischen Ebene.

Tor ist ein Webbrowser, additionally eine Endkundenanwendung, die jede:r nutzen kann, um anonym im Web zu surfen. Nym ist derweil ein System für andere Anwendungen, um deren Privatsphäre zu gewährleisten.

Gegenüber BTC-ECHO erklärt Brekke, dass der Hauptunterschied zudem in der Analysierbarkeit des Datenverkehrs liege: “Das ist eines der Probleme, die traditionelle VPNs und Tor haben. Bei Datenpaketen, die durch das Tor-Netzwerk laufen, können Angreifer, die das gesamte Netzwerk beobachten, immer noch mehr oder weniger nachvollziehen, was vor sich geht, da die Größe und der zeitliche Ablauf der Datenpakete sichtbar sind.”

Im Nym-Netzwerk hingegen seien Pakete so verschlüsselt, “dass sie die gleiche Größe haben, was bedeutet, dass alle Datenpakete gleich aussehen. Und der Grad der Vermischung ist verzögert, was bedeutet, dass sich die Muster nicht so leicht nachvollziehen lassen”, so Brekke.

Der Nachteil: Nym ist Stand heute zu langsam, um beispielsweise das Streamen zu ermöglichen. “Für Dinge wie das Surfen im Web ist Tor besser als Nym im Second”, gibt Brekke zu. “Nym ist extrem intestine für alle Arten von nachrichtenbasierten Anwendungen.”

Als Beispiele nennt die Strategie-Chefin etwa Krypto-Transaktionen, Nachrichten und E-Mails, die mit Nym besser dran wären.

Willkommen auf der dunklen Seite

Wer im Nym-Netzwerk teilnehmen möchte, kann das beispielsweise als Betreiber:in einer Mixing-Node tun. Diese sichern das Netzwerk und sind verantwortlich für das eigentliche “Mischen” der Datenpakete. Die meisten Mixing Nodes gibt es derzeit sogar in Deutschland: 44 Betreiber:innen in der Bundesrepublik sichern aktuell das Nym-Netzwerk. Als Nutzer:in muss man jedoch zuerst NYM-Token erwerben, um das System zu nutzen. Diese könne man dann auf verschiedene Nodes delegieren, um an deren Efficiency mitzuverdienen.

Nym hat sich derweil zu einem regelrechten Krypto-Membership der Whistleblower gemausert. So unterstützt etwa Chelsea Manning das Projekt aus der Schweiz. Sogar der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden sprach auf dem Launch Occasion von Nym.

Welche Associate das Schweizer Krypto-Projekt bisher auf die “dunkle Seite” des Internet gezogen hat, wollte uns Brekke im Gespräch nicht verraten. Es bedarf jedoch nur geringer Vorstellungskraft, welche üblichen Verdächtigen aus den obengenannten Bereichen infrage kommen könnten.

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